Glossar

Fachbegriffe rund um 3D-Erfassung, Flächen und Immobilienvisualisierung

Von der Punktwolke bis zur Wohnflächenverordnung: Hier erklären wir 26 Begriffe kurz und sachlich und zeigen, welche Leistung dazu passt.

A

  • As-built-Dokumentation

    Die As-built-Dokumentation hält fest, wie ein Gebäude oder Bauteil tatsächlich ausgeführt wurde. Sie dokumentiert den fertigen oder jeweiligen Bauzustand, einschließlich aller Abweichungen von der Planung.

B

  • Bestandsplan

    Ein Bestandsplan stellt den tatsächlichen, aktuellen Zustand eines Gebäudes dar, etwa als Grundriss, Schnitt oder Ansicht. Er kann vom ursprünglichen Bauplan abweichen, weil im Lauf der Jahre umgebaut wurde.

  • BIM

    BIM steht für Building Information Modeling. Gemeint ist eine Arbeitsmethode, bei der ein Gebäude als digitales Modell aus Bauteilen mit Eigenschaften beschrieben wird und alle Beteiligten mit denselben Daten arbeiten.

D

  • Digitaler Zwilling

    Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Abbild eines realen Gebäudes oder Objekts, das dessen Geometrie und je nach Ausbau auch Zustände, Dokumente und Messwerte bündelt. Er dient als gemeinsame Datengrundlage für Planung, Betrieb und Vermarktung.

  • Digitales Geländemodell (DGM)

    Ein Digitales Geländemodell (DGM) beschreibt die Höhe der Erdoberfläche ohne Bebauung und Bewuchs. Es besteht aus Höhenpunkten oder einem Gitter und bildet das Gelände als digitale Höhenfläche ab.

  • DIN 277

    DIN 277 ist eine Norm, die Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau gliedert und definiert. Sie schafft einheitliche Begriffe für Flächen, etwa Nutzungs-, Technik- und Verkehrsflächen sowie Brutto-Grundfläche.

  • Dollhouse-Ansicht

    Die Dollhouse-Ansicht zeigt ein Gebäude als räumliches 3D-Modell von außen, bei dem sich Geschosse und Räume wie in einem Puppenhaus drehen und betrachten lassen. Sie gibt einen Überblick über Aufbau und Raumfolge.

E

  • E57-Datei

    E57 ist ein herstellerneutrales Dateiformat für 3D-Bilddaten wie Punktwolken. Es wurde von ASTM standardisiert und dient dazu, Scandaten zwischen verschiedenen Geräten und Programmen auszutauschen.

G

  • Gaussian Splatting

    Gaussian Splatting ist ein Verfahren zur Darstellung dreidimensionaler Szenen aus Fotos oder Videos. Statt Flächen oder Punkte werden viele kleine, halbtransparente Gauß-Verteilungen berechnet, die zusammen ein fotorealistisch wirkendes Abbild ergeben.

  • gif-Flächenberechnung / MF-G

    Die gif (Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung) veröffentlicht Richtlinien zur Berechnung der Mietfläche. MF-G steht für die Mietfläche für gewerblichen Raum und dient als einheitliche Grundlage für Gewerbemietverträge.

  • Grundriss (2D/3D)

    Ein Grundriss ist die waagerechte Schnittdarstellung eines Geschosses von oben. Als 2D-Grundriss zeigt er Wände, Türen, Fenster und Raumaufteilung, als 3D-Grundriss wird dieselbe Aufteilung räumlich dargestellt.

H

  • HDR-Fotografie

    HDR steht für High Dynamic Range. Bei der HDR-Fotografie werden mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen desselben Motivs zu einem Bild kombiniert, das sowohl Details in dunklen als auch in hellen Bereichen zeigt.

  • Home Staging

    Home Staging bezeichnet das gezielte Aufbereiten einer Immobilie für Fotos und Besichtigungen. Räume werden aufgeräumt, neutral gestaltet und mit Möbeln oder Dekoration so in Szene gesetzt, dass sie auf Interessenten einladend wirken.

L

  • Laserscanning

    Beim Laserscanning wird ein Gebäude oder Gelände mit einem Laserscanner berührungslos erfasst. Das Ergebnis ist eine Punktwolke, aus der sich Maße, Pläne und 3D-Modelle ableiten lassen.

  • LiDAR

    LiDAR (Light Detection and Ranging) ist ein Messverfahren, das Entfernungen über Laserlicht bestimmt. Der Sensor sendet Lichtimpulse aus und berechnet aus der Rücklaufzeit oder Phasenverschiebung den Abstand zu einer Oberfläche.

M

  • Matterport

    Matterport ist ein Hersteller von 3D-Kamerasystemen und einer Plattform, mit der Räume erfasst und als begehbare 3D-Rundgänge samt Dollhouse-Ansicht und Grundriss bereitgestellt werden.

  • Mietfläche

    Die Mietfläche ist die Fläche, die einem Mietverhältnis zugrunde liegt und nach der Miete, Nebenkosten oder Konditionen berechnet werden. Wie sie zu berechnen ist, ergibt sich aus der vertraglichen Vereinbarung.

N

  • Nutzfläche vs. Wohnfläche

    Die Wohnfläche beschreibt die Fläche von Wohnräumen nach den Regeln der Wohnflächenverordnung. Die Nutzfläche ist ein Begriff aus der DIN 277 und bezeichnet Flächen, die der Nutzung des Gebäudes dienen, ist aber nicht mit der Wohnfläche gleichzusetzen.

O

  • Orthofoto

    Ein Orthofoto ist eine entzerrte Luft- oder Drohnenaufnahme, die maßstabsgetreu und ohne perspektivische Verzerrung wie eine Karte aus der Vogelperspektive wirkt. Abstände und Flächen lassen sich darin messen.

P

  • Panorama-Stitching

    Beim Panorama-Stitching werden mehrere einzelne Fotos zu einem zusammenhängenden Panoramabild verbunden. Die Software richtet die Bilder aus, gleicht Übergänge an und setzt sie zu einem durchgehenden Bild zusammen.

  • Photogrammetrie

    Photogrammetrie ist ein Verfahren, bei dem aus überlappenden Fotos die Form und Position von Objekten berechnet wird. Ergebnis sind zum Beispiel 3D-Modelle, Punktwolken oder maßstabsgetreue Orthofotos.

  • Punktwolke

    Eine Punktwolke ist eine Menge von Messpunkten im dreidimensionalen Raum, die zusammen die Oberfläche eines Gebäudes oder Geländes abbilden. Jeder Punkt hat eine Position (X, Y, Z) und oft zusätzlich einen Farb- oder Intensitätswert.

R

  • 360°-Rundgang

    Ein 360°-Rundgang ist eine virtuelle Tour aus miteinander verknüpften Panoramabildern. Besucher klicken von Standpunkt zu Standpunkt und sehen sich in jeder Position in alle Richtungen um.

S

  • Scan-to-BIM

    Scan-to-BIM bezeichnet den Prozess, aus einer Punktwolke oder anderen Scandaten ein intelligentes BIM-Modell des Bestands zu erstellen. Statt reiner Messpunkte entstehen Bauteile wie Wände, Decken, Fenster und Türen.

V

  • Virtual Staging

    Virtual Staging ist die digitale Möblierung leerer Räume auf Fotos. Möbel und Dekoration werden am Computer eingefügt, damit Interessenten sich die Nutzung des Raums vorstellen können.

W

  • Wohnflächenverordnung (WoFlV)

    Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) regelt, wie die Wohnfläche von Wohnraum berechnet wird. Sie legt fest, welche Flächen voll, teilweise oder gar nicht angerechnet werden.

Strategieanfrage
FotoEstate

Fragen zu Ihrem Objekt?

Wir ordnen die Begriffe für Ihr Projekt ein und empfehlen das passende Verfahren.

Projekt besprechen