Digitales Geländemodell (DGM): Definition und Einsatz
Ein Digitales Geländemodell (DGM) beschreibt die Höhe der Erdoberfläche ohne Bebauung und Bewuchs. Es besteht aus Höhenpunkten oder einem Gitter und bildet das Gelände als digitale Höhenfläche ab.
Das DGM stellt die Form des Bodens dar, etwa Hänge, Mulden und Geländekanten. Gebäude, Bäume und andere Objekte sind darin nicht enthalten. Davon zu unterscheiden ist das Digitale Oberflächenmodell (DOM), das auch Bebauung und Vegetation einbezieht. Beide werden häufig gemeinsam verwendet.
Erzeugt werden Geländemodelle aus Laserscans, die aus der Luft oder per Drohne aufgenommen werden, oder aus photogrammetrischen Auswertungen. Landesvermessungsverwaltungen stellen für viele Gebiete Höhendaten bereit; Umfang und Nutzungsbedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland.
Im Immobilien- und Bauumfeld hilft das DGM bei der Planung von Gebäuden am Hang, bei Erdmassenberechnungen, Entwässerungsplanung und Sichtbeziehungen. Auch Visualisierungen profitieren davon, weil Bauten korrekt im Gelände sitzen. Aus Differenzen zwischen zwei Modellen lassen sich Veränderungen erkennen.
Bei Grundstücken mit Gefälle liefert das DGM eine Grundlage für Höhenschnitte und Sichtachsen. Daraus lässt sich ableiten, wie hoch ein Gebäude über dem Gelände steht, wo Stützmauern nötig sein könnten oder wie Wasser abläuft. Solche Einschätzungen sind Vorbereitung für die Fachplanung, nicht deren Ersatz.
Wie genau ein Modell ist, hängt von Datenquelle, Punktdichte und Gelände ab. Dichter Bewuchs erschwert die Messung des Bodens. Für Bauplanung und Genehmigung gelten Anforderungen, die vorab mit Planer und Vermessungsstelle abgestimmt werden sollten. Ein Drohnen-DGM kann Vorarbeiten erleichtern, ersetzt jedoch nicht jede amtliche Vermessung.
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Häufige Fragen zu Digitales Geländemodell (DGM)
Was ist der Unterschied zwischen DGM und DOM?
Das DGM zeigt die Geländeoberfläche ohne Bebauung und Bewuchs, das DOM zusätzlich Gebäude und Vegetation.
Woher bekomme ich Höhendaten für mein Grundstück?
Häufig von den Landesvermessungsverwaltungen. Alternativ kann ein Gelände per Drohne oder Scanner neu erfasst werden.

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