Was Immobilienmarketing tatsächlich kostet

Einstiegspreise für jede Leistung, dazu eine ehrliche Erklärung, was sie bewegt. Kein Formular nötig, um eine Zahl zu sehen – und kein Festpreis, der eine Genauigkeit vortäuscht, die für ein unbesichtigtes Objekt niemand liefern kann.

Fotografie und Bildbearbeitung

Die Grundlage jeder Vermarktung. Abgerechnet wird je nach Leistung pro Shooting, pro Bild oder pro Auftrag.

3D-Rundgänge und Erfassung

Preisbestimmend ist hier nicht die Fläche, sondern die Zahl der Aufnahmestandpunkte – und die hängt an Raumzahl und Zuschnitt.

Visualisierung und Staging

Digitale Aufbereitung vorhandener oder geplanter Räume. Abrechnung pro Bild oder pro Perspektive.

Video und Bewegtbild

Von der Produktion mit Filmteam bis zum Kurzfilm aus vorhandenen Fotos – der Unterschied liegt im Drehaufwand.

Bau und Bestand

Dokumentation und Aufmaß über den Projektverlauf. Abgerechnet je Scan-Termin oder je Objekt.

Marketing und Software

Laufende Leistungen mit monatlicher Abrechnung sowie projektbezogene Software-Lösungen.

Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Einstiegspreise gelten für ein typisches Objekt durchschnittlicher Größe und Zugänglichkeit – was sie bewegt, steht in den folgenden Abschnitten.

Was den Preis bestimmt

Die Zahl der Räume, nicht die Quadratmeter

Der häufigste Irrtum bei der Kalkulation: Der Aufwand skaliert nicht mit der Fläche, sondern mit der Zahl der Räume, Türen und Ebenenwechsel. Ein Großraumbüro mit 200 Quadratmetern ist schneller erfasst als eine 120-Quadratmeter-Wohnung mit acht kleinen Zimmern, weil dort acht Mal ein Standpunkt aufgebaut werden muss. Verwinkelte Altbauten mit Fluren und Nischen liegen deshalb regelmäßig über dem Preis, den die reine Flächenangabe erwarten lässt. Wenn Sie eine Anfrage stellen, ist die Zimmerzahl die hilfreichere Angabe als die Wohnfläche.

Zugänglichkeit und Nutzung

Ein leerstehendes Objekt mit Schlüssel beim Makler ist der günstigste Fall. Teurer wird es, wenn außerhalb der Betriebszeiten gearbeitet werden muss, wenn Schlüssel von mehreren Parteien zu beschaffen sind oder wenn Mieter koordiniert werden müssen. Bei bewohnten Wohnungen kommt hinzu, dass persönliche Gegenstände außer Sicht gehören und Personen nicht erkennbar aufgenommen werden dürfen – das kostet Abstimmung vor dem Termin und teils Nacharbeit danach. Diese Punkte haben mit der Immobilie selbst nichts zu tun, bestimmen den Preis aber spürbar mit.

Der Verwendungszweck bestimmt den Detailgrad

Eine Erfassung für die Vermarktung verträgt einen anderen Detailgrad als eine, die als Aufmaßgrundlage oder Baudokumentation dienen soll. Für den Verkauf zählt die Wirkung, für die Dokumentation die Vollständigkeit – dort gehören auch Technikraum, Keller und die Ecke hinter dem Schrank dazu. Wer beides aus einer Erfassung ziehen will, sollte das vor der Beauftragung sagen. Nachträglich fehlende Bereiche lassen sich nur durch einen zweiten Termin ergänzen, und der kostet mehr als der Mehraufwand beim ersten gekostet hätte.

Bündelung senkt den Preis je Leistung

Der größte Einzelposten ist häufig nicht die Leistung selbst, sondern Anfahrt und Terminorganisation. Wer Fotos, Rundgang, Aufmaß und Luftaufnahmen in einen Termin legt, zahlt für die zweite und dritte Leistung deutlich weniger als bei getrennter Beauftragung. Dasselbe gilt für mehrere Objekte am selben Ort. Bei planbarer Beauftragung über das Jahr ist eine Rahmenvereinbarung mit festen Konditionen fast immer günstiger als die Einzelbeauftragung – und sie verkürzt die Vorlaufzeit erheblich, weil die Abstimmung entfällt.

Was im Preis enthalten sein sollte

Beim Vergleich von Angeboten lohnt der Blick auf die Positionen, die gern fehlen: Anfahrt und Wegezeit, Nachbearbeitung, Anzahl der enthaltenen Korrekturschleifen, Nutzungsrechte für Print und Online, Hostingdauer bei Rundgängen sowie die Kosten für spätere Änderungen. Besonders die Nutzungsrechte werden unterschätzt – ein günstiges Angebot, das nur die Verwendung im eigenen Exposé abdeckt, wird teuer, sobald das Material auf Portalen und in Social Media eingesetzt werden soll. Rechnen Sie deshalb nicht den Angebotspreis, sondern die Kosten bis zum verwendbaren Ergebnis.

Warum wir Spannen statt Festpreisen nennen

Ein einzelner Preis für ein unbesichtigtes Objekt suggeriert eine Genauigkeit, die niemand seriös liefern kann. Zwei Objekte mit identischer Fläche unterscheiden sich im Aufwand regelmäßig um den Faktor zwei. Wir nennen deshalb Einstiegspreise und erklären, was darüber hinaus den Preis bewegt. Wo ein Anbieter für ein unbesichtigtes Objekt einen exakten Festpreis nennt, ist entweder ein großzügiger Puffer eingerechnet oder es folgen Nachträge. Für ein verbindliches Angebot genügt uns in der Regel ein kurzes Briefing – und das liegt meist innerhalb von ein bis zwei Werktagen vor.

Häufige Fragen zu den Preisen

Sind die genannten Preise netto oder brutto?

Alle Angaben verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Für Privatkunden weisen wir im Angebot den Bruttobetrag gesondert aus.

Kommen Fahrtkosten hinzu?

Innerhalb unserer Einsatzgebiete sind Anfahrt und Wegezeit in den genannten Preisen enthalten. Bei Objekten außerhalb weisen wir die Anfahrt vor der Beauftragung transparent aus, damit im Angebot keine Überraschung steht.

Was kostet ein 3D-Rundgang für eine normale Wohnung?

Für eine Drei- bis Vierzimmerwohnung liegt ein Matterport-Rundgang typischerweise im Bereich des Einstiegspreises von 199 €. Entscheidend ist die Zahl der Räume: Bei acht oder mehr Zimmern, mehreren Ebenen oder zusätzlich zu erfassenden Kellerräumen steigt der Aufwand entsprechend. Eine belastbare Zahl nennen wir Ihnen nach einem kurzen Briefing, in dem Zimmerzahl, Geschosse und Zugang geklärt sind.

Was kosten Drohnenaufnahmen für eine Immobilie?

Luftaufnahmen beginnen bei 199 € und umfassen Fotos sowie kurze Videosequenzen aus mehreren Höhen und Perspektiven. Im Preis enthalten sind der zertifizierte Pilot, die Versicherung sowie die Prüfung der Genehmigungslage am Standort. Aufwendiger wird es bei Objekten in Sperr- oder Beschränkungsgebieten, weil dort eine Einzelgenehmigung einzuholen ist – das klären wir vorab und nicht erst am Aufnahmetag.

Was kostet virtuelles Home Staging pro Bild?

Die digitale Möblierung eines Raums beginnt bei 59 € pro Bild. Enthalten sind die Auswahl passender Möblierung, die perspektivisch korrekte Einfügung und eine Korrekturschleife. Günstiger wird es bei mehreren Bildern desselben Objekts, weil Stil und Farbwelt nur einmal festgelegt werden müssen. Alle Ergebnisse werden als Visualisierung gekennzeichnet – das ist rechtlich erforderlich und Bestandteil unserer Lieferung.

Gibt es Rabatte für mehrere Objekte?

Ja. Bei mehreren Objekten am selben Ort oder bei regelmäßiger Beauftragung über das Jahr verteilen sich Anfahrt und Rüstzeit, und eingespielte Abläufe verkürzen die Nachbearbeitung. Der Preis je Objekt liegt dann spürbar unter dem Einzelpreis. Für Makler und Bauträger mit planbarem Volumen vereinbaren wir Rahmenkonditionen mit festen Preisen und verkürzter Vorlaufzeit.

Wie schnell bekomme ich ein verbindliches Angebot?

In der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Hilfreich für ein präzises Angebot sind: ungefähre Fläche, Zahl der Räume und Geschosse, ob das Objekt bewohnt oder leer ist, wie der Zugang geregelt ist und wofür das Ergebnis verwendet werden soll. Vorhandene Grundrisse beschleunigen die Einschätzung zusätzlich.

Sind die Nutzungsrechte im Preis enthalten?

Ja. Sie erhalten die Nutzungsrechte für Ihre Vermarktung – Exposé, eigene Website, Immobilienportale, Social Media und Printunterlagen. Es gibt keine zeitliche Befristung und keine Nachlizenzierung, wenn Sie das Material auf einem weiteren Kanal einsetzen. Bei Weitergabe an Dritte, etwa an einen Bauträger oder Investor, sprechen Sie uns bitte an.

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