Glossar

Virtual Staging: Definition und Einsatz

Virtual Staging ist die digitale Möblierung leerer Räume auf Fotos. Möbel und Dekoration werden am Computer eingefügt, damit Interessenten sich die Nutzung des Raums vorstellen können.

Leere Räume wirken auf Fotos oft kleiner und kühler, als sie sind, und es fällt schwer, Proportionen einzuschätzen. Beim Virtual Staging werden auf dem vorhandenen Foto passende Möbel und Accessoires eingefügt, mit abgestimmtem Licht und Schatten. Das Ergebnis macht den Zuschnitt greifbar und vermittelt Wohn- oder Arbeitsatmosphäre.

Gegenüber dem klassischen Home Staging entfallen Transport und Aufbau von Möbeln, die Umsetzung erfolgt am Bildschirm und ist änderbar. Verschiedene Stile lassen sich für dieselbe Fläche darstellen. Das eignet sich für Leerstand, Neubauten und Objekte, bei denen ein echtes Staging nicht wirtschaftlich ist.

Transparenz ist wichtig. Virtuell möblierte Bilder sollten gekennzeichnet werden, damit Interessenten nicht annehmen, Möbel seien im Kaufpreis oder Mietumfang enthalten. Die dargestellten Räume dürfen in Größe und Zustand nicht verändert werden, sonst droht der Vorwurf irreführender Werbung. Das gilt auch für Bearbeitungen wie Fenster oder Böden.

Der Einsatz lohnt sich vor allem bei Räumen, deren Nutzung nicht auf den ersten Blick klar ist, etwa bei Dachgeschossen, Souterrains oder großen Büroflächen. Dort zeigt die Möblierung, wie sich eine Fläche gliedern lässt. Die gezeigten Möbel sollten in Größe und Stil realistisch bleiben, damit der Eindruck bei der Besichtigung nicht enttäuscht.

Gute Ergebnisse brauchen saubere Ausgangsfotos: ausreichende Auflösung, gerade Perspektive und gleichmäßige Belichtung. Maßstab und Möbelgröße müssen zum Raum passen. Kommt ein Objekt später tatsächlich auf den Markt, sollte das Bildmaterial dem realen Zustand entsprechen, sobald es um verbindliche Angaben geht. Für rechtliche Fragen zur Kennzeichnung empfiehlt sich fachkundiger Rat.

Häufige Fragen zu Virtual Staging

Muss Virtual Staging gekennzeichnet werden?

Eine Kennzeichnung ist empfehlenswert und beugt Missverständnissen vor. Zu rechtlichen Pflichten im Einzelfall sollte fachkundig beraten werden.

Ist Virtual Staging günstiger als Home Staging?

In der Regel fällt weniger Aufwand an, weil keine Möbel bewegt werden. Wie hoch der Unterschied ist, hängt vom Objekt ab.

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