Die Herausforderung
Die Industriebau Nordbayern stand vor einer tiefgreifenden technischen und vertrieblichen Hürde bei der Repositionierung einer historischen, ehemaligen Produktionshalle in Nürnberg. Das weitläufige Industrieareal sollte für eine moderne, gewerbliche Mischnutzung aufbereitet und an anspruchsvolle B2B-Kunden veräußert werden. Die größte bauliche Herausforderung bestand darin, dass für das jahrzehntealte Gebäude keinerlei verlässliche Planunterlagen oder digitale CAD-Daten mehr existierten. Die historischen Papierpläne wiesen gravierende Abweichungen zur realen Bausubstanz auf, da über die Jahre hinweg diverse bauliche Modifikationen vorgenommen wurden.
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Für potenzielle Investoren und Projektentwickler stellte diese dokumentarische Lücke ein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko dar. Ohne ein präzises, verlässliches Aufmaß der verwinkelten Hallenstrukturen, der komplexen Dachtragwerke und der veralteten Versorgungsleitungen konnten keine fundierten Sanierungskosten kalkuliert werden. Die mangelnde Transparenz bezüglich der exakten Raumdimensionen führte zu massiver Zurückhaltung am Markt. Herkömmliche Vermarktungsfotos und handgemessene Skizzen reichten keineswegs aus, um das Vertrauen von Großinvestoren zu gewinnen, die für ihre Budgetfreigaben absolute Datensicherheit fordern. Dem Projekt drohte aufgrund des zähen Vertriebsverlaufs ein immenser, kapitalbindender Leerstand.


