Die Herausforderung
Die renommierte Projektentwicklungsgesellschaft Sanierungspartner Meerbusch stand vor der anspruchsvollen Aufgabe, ein historisch gewachsenes, vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus in zentraler Lage von Meerbusch energetisch zu sanieren, modern umzubauen und anschließend neu zu vermarkten. Meerbusch gilt als einer der kaufkräftigsten Standorte im direkten Einzugsgebiet von Düsseldorf, weshalb die Erwartungen von potenziellen Mietern und Käufern an Ausstattung, Barrierefreiheit und architektonische Qualität im Premiumsegment extrem hoch waren. Das große Problem der Planer lag jedoch in der mangelhaften Dokumentation des Altbestands. Die einzigen verfügbaren Bauzeichnungen stammten aus den späten 1950er-Jahren. Über die Jahrzehnte hinweg waren in dem Gebäude zahlreiche kleinere Umbauten, Wanddurchbrüche und Nutzungsänderungen vorgenommen worden, ohne dass diese jemals in den offiziellen Plänen aktualisiert wurden. Für eine fachgerechte und kollisionsfreie TGA-Fachplanung (Technische Gebäudeausrüstung), die Integration eines neuen Aufzugsschachts an der Hoffassade sowie den Einbau moderner, maßgefertigter Fensterfronten war eine zentimetergenaue Planungsgrundlage zwingend erforderlich. Manuelle Messmethoden mit Lasermessgerät und Zollstock stießen aufgrund der schiefen Wände, ungleichmäßigen Deckenstärken und verwinkelten Treppenaufgänge schnell an ihre Grenzen. Falsche Maße im Vorfeld hätten verheerende Folgen gehabt: Vorab bestellte, teure Bauelemente wie Fenster und Aufzugskomponenten hätten auf der Baustelle nicht gepasst, was zu wochenlangen Verzögerungen, teuren Nacharbeiten und einem massiven Vertrauensverlust bei den zukünftigen gewerblichen Mietern im Erdgeschoss – darunter eine etablierte Apotheke – geführt hätte.


