LiDAR: Definition und Einsatz
LiDAR (Light Detection and Ranging) ist ein Messverfahren, das Entfernungen über Laserlicht bestimmt. Der Sensor sendet Lichtimpulse aus und berechnet aus der Rücklaufzeit oder Phasenverschiebung den Abstand zu einer Oberfläche.
Das Prinzip ist in allen LiDAR-Systemen gleich: Ein Laser sendet Licht aus, das Licht wird von einer Oberfläche reflektiert, und der Sensor misst, wie lange es dauert oder wie sich die Phase verändert. Aus dem Ergebnis ergibt sich die Entfernung. Wird der Laserstrahl dabei systematisch in viele Richtungen gelenkt, entsteht eine Punktwolke der Umgebung.
LiDAR kommt in unterschiedlichen Bauformen vor: als stationärer Laserscanner auf dem Stativ, als mobiles System am Rucksack oder Fahrzeug, als Sensor an einer Drohne oder als kleiner Sensor in manchen Smartphones und Tablets. Die Geräte unterscheiden sich stark in Reichweite, Genauigkeit und Preis. Ein Smartphone-Sensor ist praktisch für schnelle Raumskizzen, ersetzt aber kein Vermessungsgerät für verlässliche Bestandsdaten.
Für Immobilien ist LiDAR vor allem deshalb interessant, weil es den Raum unabhängig vom Licht erfasst und viele Punkte in kurzer Zeit liefert. Die Daten bilden die Grundlage für Aufmaß, Bestandspläne, Flächenberechnungen und BIM-Modelle.
Bei der Auswahl hilft die Frage nach dem Zweck. Für eine Bestandsaufnahme mit Messprotokoll zählen Genauigkeitsangaben und Kalibrierung des Geräts, für eine reine Dokumentation genügt oft eine geringere Präzision. Wer Daten später in Planungsprogramme übernehmen will, sollte außerdem früh klären, welche Dateiformate geliefert werden und wie groß der Datensatz sein darf.
Grenzen hat das Verfahren bei spiegelnden und transparenten Flächen, etwa Glas oder polierten Metallen, sowie bei starkem Regen oder Nebel im Außenbereich. Auch LiDAR liefert zunächst nur Geometrie. Für Farbe wird meist eine Kamera zusätzlich eingesetzt, und für verwertbare Pläne bleibt eine fachliche Auswertung nötig.
Verwandte Begriffe
Passende Leistungen
Häufige Fragen zu LiDAR
Was ist der Unterschied zwischen LiDAR und Laserscanning?
LiDAR bezeichnet das Messprinzip, Laserscanning die praktische Anwendung mit einem Scanner. Im Alltag werden beide Begriffe oft nahezu gleichbedeutend verwendet.
Reicht der LiDAR-Sensor im Smartphone für ein Aufmaß?
Für grobe Skizzen kann er genügen. Für Flächenberechnungen oder Bestandspläne, auf die man sich verlassen muss, ist ein Vermessungsgerät mit nachvollziehbarer Genauigkeit die bessere Wahl.

Fragen zu Ihrem Objekt?
Wir ordnen den Begriff für Ihr Projekt ein und empfehlen das passende Verfahren.