Laserscanning: Definition und Einsatz
Beim Laserscanning wird ein Gebäude oder Gelände mit einem Laserscanner berührungslos erfasst. Das Ergebnis ist eine Punktwolke, aus der sich Maße, Pläne und 3D-Modelle ableiten lassen.
Ein Laserscanner dreht sich um die eigene Achse und misst dabei in sehr kurzer Zeit eine große Zahl von Entfernungen. Für ein Gebäude werden mehrere Standpunkte aufgenommen, damit auch Nischen, Ecken und verdeckte Bereiche erfasst sind. Anschließend werden die Einzelscans zu einer gemeinsamen Punktwolke zusammengeführt, was als Registrierung bezeichnet wird.
Gegenüber dem klassischen Aufmaß mit Maßband oder Distanzmesser liegt der Vorteil in der Vollständigkeit. Es wird nicht nur gemessen, was jemand für wichtig hielt, sondern der gesamte sichtbare Raum. Fehlt später ein Maß, kann es aus den Daten nachgeliefert werden. Das spart Rückfragen und zusätzliche Termine.
Typische Einsatzfelder sind Bestandsdokumentation vor Umbauten, Planungsgrundlagen für Architekten und Fachplaner, Flächenberechnungen, die Dokumentation technischer Anlagen sowie Qualitätskontrolle im Bauablauf. Auch Denkmäler und schwer zugängliche Bereiche lassen sich damit erfassen.
Häufig wird Laserscanning mit weiteren Verfahren kombiniert. Ein 360°-Rundgang liefert die Anschauung, die Punktwolke die Messgrundlage, und aus beiden zusammen entsteht eine Dokumentation, die sowohl Planer als auch Betreiber nutzen können. So muss das Objekt nicht mehrfach erfasst werden, und alle Beteiligten beziehen sich auf denselben Datenstand.
Der Aufwand richtet sich nach Größe, Komplexität und gewünschter Genauigkeit. Die Messung vor Ort ist oft schneller als die Auswertung: Registrierung, Bereinigung und die Ableitung von Plänen oder Modellen nehmen im Projekt einen großen Teil der Zeit ein. Welche Ergebnisse geliefert werden sollen, sollte deshalb vor dem Termin geklärt werden.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen zu Laserscanning
Wie lange dauert ein Laserscan vor Ort?
Das hängt von Größe und Zuschnitt des Objekts ab. Die Aufnahme einzelner Räume geht schnell, bei großen oder verwinkelten Gebäuden braucht die Erfassung entsprechend mehr Standpunkte und Zeit.
Muss das Gebäude für den Scan leer sein?
Nein. Möbel und Einbauten werden miterfasst. Verdeckte Flächen hinter Möbeln lassen sich jedoch nicht messen, was bei der Auswertung berücksichtigt wird.

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