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Zeitachse 360

Der dokumentierte Verlauf Ihres Bauwerks – als navigierbare Zeitachse begehbarer Zustände.

Bauprojekte verändern sich fortlaufend – und genau dieser Verlauf geht oft verloren. Zeitachse 360 ist unsere Baudokumentation in 3D: Wir erfassen das Bauwerk zu jedem relevanten Zeitpunkt mit dem Matterport Pro3 als vollständig begehbaren Zwilling und reihen diese Zustände zu einer navigierbaren Zeitachse. Das Besondere daran: Jeder einzelne Standpunkt im Gebäude trägt seine eigene Historie. Sie stellen sich virtuell an eine beliebige Stelle und schalten von dort aus durch sämtliche Baufortschritte – vom offenen Rohbau über die verlegte Haustechnik bis zur fertigen Wand. Statt in Ordnern mit tausenden Baustellenfotos zu suchen, gehen Sie einfach an den Ort und zurück in der Zeit.

Lückenlos

Jeder erfasste Zustand bleibt begehbar erhalten – bevor Wände geschlossen werden.

Prüfbar

Was verbaut wurde, ist im Nachhinein einsehbar – ohne Öffnen der Konstruktion.

Maßhaltig

Erfassung mit Matterport Pro3: Distanzen lassen sich im Modell direkt nachmessen.

Punktgenau

Jeder Standpunkt trägt seine eigenen Baufortschritte – ein Ort, alle Zeitstände.

Live erleben: eine interaktive 3D-Referenz

Warum der Verlauf zählt

Der teuerste Moment im Bau ist der, in dem eine Information fehlt, die einmal sichtbar war: Leitungen hinter der Wand, Dämmung unter dem Estrich, der Zustand vor einer Maßnahme. Genau diese Momente erfasst Zeitachse 360, solange sie zugänglich sind, und macht sie dauerhaft begehbar. Statt später eine Wand zu öffnen, ein Aufmaß zu wiederholen oder aus widersprüchlichen Fotos zu rekonstruieren, navigieren Sie zurück zum passenden Zustand und sehen nach. Der Aufwand einer einzelnen nachträglichen Bauteilöffnung übersteigt in der Regel die Kosten mehrerer Erfassungen deutlich – von der verlorenen Zeit im laufenden Projekt ganz abgesehen.

Erfassung mit dem Matterport Pro3

Wir arbeiten mit dem Matterport Pro3, einem LiDAR-basierten Scanner, der Geometrie und Bildinformation gleichzeitig aufnimmt. Aus jedem Standpunkt entsteht eine 360-Grad-Panoramaaufnahme, die mit exakten Tiefendaten hinterlegt ist. Daraus setzt sich ein maßhaltiges Modell zusammen, in dem Sie nicht nur schauen, sondern messen können: Wandstärken, lichte Höhen, Öffnungsmaße und Achsabstände lassen sich direkt im Browser abgreifen. Der Scanner arbeitet auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Rohbau zuverlässig, da die Geometrie über Laufzeitmessung und nicht über Bildvergleich entsteht. Eine typische Etage ist damit in ein bis zwei Stunden erfasst, ohne dass der Baustellenbetrieb unterbrochen werden muss.

Jeder Punkt trägt seine eigenen Baufortschritte

Das ist der Kern des Konzepts. Die einzelnen Erfassungen liegen nicht als getrennte Rundgänge nebeneinander, sondern sind räumlich miteinander verknüpft. Weil wir bei jedem Termin dieselben Standpunkte anfahren, entsteht an jeder Position im Gebäude ein Stapel von Zeitständen. Sie stehen virtuell in einem bestimmten Raum, an einer bestimmten Wand – und blättern von dort aus durch die Bauphasen: Rohbau, Elektro- und Sanitärinstallation, Dämmung, geschlossene Wand, fertiger Ausbau. Die Perspektive bleibt dabei identisch, sodass sich Veränderungen unmittelbar erschließen, statt aus verschiedenen Blickwinkeln zusammengesucht werden zu müssen. Damit beantwortet das Modell die Frage, an der klassische Fotodokumentation regelmäßig scheitert: nicht "wie sah die Baustelle im Mai aus", sondern "was steckt genau hinter diesem Punkt hier".

Was hinter der Wand liegt, bleibt einsehbar

Der praktisch wichtigste Anwendungsfall ist die Dokumentation vor dem Verschließen. Sobald Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation liegen und bevor Trockenbau, Estrich oder Putz sie verdecken, erfassen wir den Zustand vollständig. Ab diesem Moment ist die Leitungsführung dauerhaft nachvollziehbar. Wer später eine Kernbohrung setzt, eine Steckdose ergänzt oder einen Wanddurchbruch plant, prüft vorab im Modell, was sich an der betreffenden Stelle befindet. Weil die Aufnahmen maßhaltig sind, lässt sich die Position einer Leitung relativ zu Boden, Decke und Türkante konkret bestimmen und auf die reale Wand übertragen. Für Facility Management und Instandhaltung ist das über die gesamte Nutzungsdauer relevant – der Zwilling überdauert das Bauprojekt deutlich.

Nachweis bei Abnahme, Gewährleistung und Streitfällen

Baumängel werden häufig erst nach Monaten sichtbar, wenn die Ursache längst verdeckt ist. Dann steht Aussage gegen Aussage, und die Beweisführung wird zur eigentlichen Auseinandersetzung. Eine lückenlose 3D-Dokumentation verschiebt diese Diskussion auf eine sachliche Grundlage: Der Zustand zu einem bestimmten Datum ist objektiv festgehalten, einschließlich Ausführung, Materialien und Reihenfolge der Gewerke. Ob eine Leistung vertragsgemäß erbracht wurde, ob eine Vorleistung mangelhaft war oder wann ein Schaden entstanden sein muss, lässt sich am Modell zeigen statt behaupten. Auch bei Nachtragsforderungen hilft der dokumentierte Verlauf, den tatsächlichen Bauzustand zum Stichtag zu belegen. Sachverständige und Juristen arbeiten erfahrungsgemäß deutlich schneller, wenn sie sich den Zustand selbst ansehen können, statt Fotokonvolute zu sichten.

Baufortschritt kontrollieren, ohne anzureisen

Für Bauherren, Projektsteuerer und Investoren ersetzt die regelmäßige Erfassung einen großen Teil der Vor-Ort-Termine. Statt sich auf Statusberichte und einzelne Handyfotos zu verlassen, gehen alle Beteiligten durch den aktuellen Zustand und bilden sich ein eigenes Urteil. Das ist besonders wertvoll, wenn Entscheider nicht am Ort des Geschehens sitzen oder mehrere Projekte parallel begleiten. Auch die Abstimmung zwischen Planern, ausführenden Firmen und Bauleitung wird konkreter: Ein Link auf die betreffende Stelle im Modell klärt eine Rückfrage schneller als eine Beschreibung im E-Mail-Verlauf. Weil jeder Zustand datiert ist, lässt sich zudem der tatsächliche Fortschritt gegen den Terminplan halten und eine Verzögerung früh erkennen.

Sanierung und Bestand: der Zustand vor der Maßnahme

Zeitachse 360 ist nicht auf Neubau beschränkt. Gerade bei Sanierung, Umbau und Rückbau ist die Erfassung des Ausgangszustands entscheidend. Vor Beginn der Arbeiten dokumentiert der Scan den Bestand vollständig – einschließlich vorhandener Schäden, die andernfalls später dem ausführenden Unternehmen zugerechnet werden. Bei denkmalgeschützter Substanz sichert die Aufnahme Details, die im Zuge der Arbeiten unwiederbringlich verloren gehen können. Für die Planung liefert das maßhaltige Modell zudem eine belastbare Aufmaßgrundlage, wenn Bestandspläne fehlen oder – was häufiger vorkommt – nicht mehr der Realität entsprechen. Bei Mietobjekten dient dieselbe Erfassung als Übergabeprotokoll in dreidimensionaler Form.

Ergänzende Erfassung aus der Luft

Was der Scanner im Innenraum leistet, ergänzen wir außen durch Drohnenaufnahmen. Bei jedem Dokumentationstermin entstehen auf Wunsch Luftbilder aus wiederkehrenden Positionen und Höhen, sodass auch der äußere Baufortschritt vergleichbar bleibt: Baugrube, Bodenplatte, Geschosse, Dachstuhl, Fassade, Außenanlagen. Besonders relevant ist das für Dachflächen, Attiken und Bereiche, die vom Boden aus nicht einsehbar sind. In Kombination entsteht eine Dokumentation, die das Bauwerk innen wie außen über den gesamten Verlauf abbildet – und die sich für die spätere Vermarktung ohne Zusatzaufwand weiterverwenden lässt.

Übergabe, Zugriff und Aufbewahrung

Sie erhalten die Zeitachse als geordnete, jederzeit abrufbare Sammlung – erreichbar über einen Link, ohne Softwareinstallation, auf Desktop, Tablet und Smartphone. Der Zugriff lässt sich differenziert steuern: Bauherr und Projektsteuerung sehen alle Zustände, ausführende Gewerke nur ihren Bereich, externe Beteiligte erhalten befristete Links. Zu jeder Erfassung sind Zeitpunkt, Bereich und Bauabschnitt hinterlegt, damit eine Aufnahme auch nach Jahren eindeutig einzuordnen ist. Auf Wunsch übergeben wir die Daten zusätzlich als Archivpaket zur eigenen Aufbewahrung – sinnvoll mit Blick auf Gewährleistungsfristen, die den üblichen Projektzeitraum überdauern. Die Modelle lassen sich außerdem in bestehende Systeme einbetten, etwa in ein Projektportal oder eine CAFM-Software.

Diese Zustände erfassen wir

  1. Vor Baubeginn

    Ausgangszustand

    Grundstück, Bestandsgebäude oder Rohbaufläche vor dem ersten Eingriff. Sichert vorhandene Schäden und den Zustand angrenzender Bebauung – die Grundlage jeder späteren Abgrenzung von Verantwortlichkeiten.

  2. Rohbau

    Tragwerk und Geometrie

    Wände, Decken und Öffnungen stehen, alles ist frei zugänglich. Ideal für das Aufmaß: lichte Maße, Achsabstände und Öffnungen lassen sich später jederzeit im Modell abgreifen.

  3. Vor Verschluss

    Haustechnik sichtbar

    Der wichtigste Termin. Elektro-, Sanitär- und Heizungsleitungen sind verlegt, aber noch nicht verdeckt. Ab hier bleibt dauerhaft nachvollziehbar, was in welcher Wand liegt.

  4. Ausbau

    Estrich, Trockenbau, Putz

    Die Konstruktion schließt sich. Der Vergleich zum vorigen Zustand zeigt, welche Leitung an welcher Stelle verschwunden ist – exakt aus derselben Perspektive.

  5. Fertigstellung

    Abnahmezustand

    Der fertige Ausbau als dokumentierter Stand zur Abnahme. Dient zugleich als Referenz für die Gewährleistungsfrist und als Ausgangspunkt der Nutzungsphase.

  6. Nutzung

    Betrieb und Instandhaltung

    Optionale Folgeerfassungen bei Umbauten, Mieterwechsel oder Instandsetzung. Die Zeitachse wächst weiter und bleibt für das Facility Management nutzbar.

Häufige Fragen

Stört die Erfassung den Baustellenbetrieb?

Nein. Der Scanner arbeitet von festen Standpunkten aus, wir bewegen uns durch das Gebäude wie bei einer Begehung. Eine Etage ist typischerweise in ein bis zwei Stunden erfasst. Die Arbeiten müssen dafür nicht unterbrochen werden – lediglich der jeweils erfasste Raum sollte für wenige Minuten frei begehbar sein.

In welchen Abständen sollte dokumentiert werden?

Das richtet sich nach dem Bauablauf, nicht nach dem Kalender. Entscheidend sind die Momente, in denen etwas dauerhaft verdeckt wird – vor allem vor dem Schließen der Wände und vor dem Estrich. Bei einem üblichen Wohnbauprojekt sind vier bis sechs Termine sinnvoll. Bei komplexer Haustechnik oder Gewerbebau kann es deutlich mehr sein.

Wie genau sind die Messungen im Modell?

Der Matterport Pro3 erreicht im üblichen Innenraumbereich eine Genauigkeit im Zentimeterbereich. Das reicht für Planung, Kontrolle und die Lokalisierung von Leitungen aus. Für Toleranzen im Millimeterbereich – etwa bei vorgefertigten Elementen – bleibt ein tachymetrisches Aufmaß die richtige Wahl; wir beraten dazu offen.

Funktioniert das auch im unbeleuchteten Rohbau?

Ja. Die Geometrie entsteht über LiDAR-Laufzeitmessung und ist damit unabhängig vom Umgebungslicht. Für die Bildqualität der Panoramen ist etwas Licht vorteilhaft; bei sehr dunklen Bereichen bringen wir eine Baustellenbeleuchtung mit.

Wer kann auf die Dokumentation zugreifen?

Das legen Sie fest. Üblich ist ein abgestuftes Modell: Bauherr und Projektsteuerung sehen die gesamte Zeitachse, einzelne Gewerke nur ihren Bereich, externe Beteiligte erhalten befristete Links. Der Zugriff läuft über den Browser, eine Installation ist nicht nötig.

Wie lange bleiben die Daten verfügbar?

Solange Sie sie brauchen. Da Gewährleistungsfristen den Projektzeitraum überdauern, empfehlen wir eine Laufzeit, die sich daran orientiert. Zusätzlich übergeben wir die Daten auf Wunsch als Archivpaket, sodass Sie unabhängig von unserer Plattform darauf zugreifen können.

Ersetzt das die klassische Fotodokumentation?

In den meisten Fällen ja, und zwar mit dem entscheidenden Vorteil der Vollständigkeit: Ein Scan erfasst den Raum lückenlos, während bei Einzelfotos genau die Stelle fehlt, die später interessiert. Ergänzende Detailfotos einzelner Bauteile bleiben dort sinnvoll, wo es auf sehr feine Details ankommt.

Lässt sich die Dokumentation für die Vermarktung weiterverwenden?

Ja. Der Zustand nach Fertigstellung ist ein vollwertiger 3D-Rundgang und lässt sich unmittelbar für Vermietung oder Verkauf einsetzen. Die während der Bauzeit entstandenen Zustände bleiben davon getrennt und werden nicht öffentlich sichtbar.

Die Leistungen hinter diesem Konzept

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