MatterportMatterport-Kamera kaufen, mieten oder Rundgang beauftragen? Die Entscheidung im Überblick
Wann lohnt sich der Kauf einer Matterport-Kamera, wann Mieten oder Beauftragen? Eine Entscheidungshilfe mit allen Kostenblöcken und Alternativen.
Für einzelne Objekte lohnt sich der Kauf einer Matterport-Kamera in aller Regel nicht. Wer nur gelegentlich einen Rundgang braucht, fährt mit einer Beauftragung günstiger und bekommt bessere Ergebnisse. Der Kauf rechnet sich erst, wenn Sie regelmäßig viele Objekte selbst erfassen und die Aufnahmen auch sauber nachbereiten können. Dieser Beitrag zeigt, welche Kostenblöcke Sie vergleichen sollten, was Mieten leisten kann und wann ein Dienstleister die bessere Wahl ist.
Konkrete Gerätepreise und Abo-Stufen ändern sich laufend und stehen auf den Seiten des Herstellers. Wir nennen sie hier deshalb bewusst nicht, sondern zeigen, worauf es bei der Rechnung ankommt.
Die drei Wege zum Matterport-Rundgang
Es gibt im Kern drei Möglichkeiten, an einen 3D-Rundgang zu kommen:
- Kamera kaufen und selbst aufnehmen.
- Kamera mieten und selbst aufnehmen.
- Rundgang beauftragen, die Aufnahme und Nachbereitung übernimmt ein Dienstleister.
Alle drei Wege führen zum gleichen Endprodukt: einem digitalen Abbild des Objekts, das Interessenten im Browser begehen können. Unterschiede entstehen bei Aufwand, Kosten pro Objekt und Qualität.
Kamera kaufen: Was neben dem Gerät zu rechnen ist
Der Anschaffungspreis der Kamera ist nur ein Teil der Rechnung. Für eine ehrliche Kalkulation kommen weitere Positionen hinzu:
- Kamera und Zubehör: Stativ, Ersatzakkus, Transportkoffer, gegebenenfalls Dreibein mit passender Höhe.
- Abonnement für die Plattform: Die fertigen Rundgänge liegen in der Matterport-Cloud. Je nach Tarif ist die Zahl der aktiven Rundgänge begrenzt, und das Abo läuft laufend weiter.
- Rechner und Speicher: Die Rohdaten sind groß, die Verarbeitung läuft in der Cloud, Sie brauchen aber stabiles Internet vor Ort und beim Hochladen.
- Einarbeitung: Die Bedienung der Kamera ist schnell gelernt, die saubere Aufnahme nicht. Standpunkte, Türen, Spiegel, Treppen und Außenbereiche müssen so erfasst werden, dass keine Lücken oder Verzerrungen entstehen.
- Nachbearbeitung: Etikettierung der Räume, Ausblenden von Personen oder Spiegelungen, Startpunkt, Grundrisse und Maßangaben.
- Zeit: Pro Objekt kommen Anfahrt, Aufbau, Aufnahme und Kontrolle zusammen. Das ist Arbeitszeit, die Sie bei der Kostenrechnung ansetzen sollten.
Wer die Summe durch die Zahl der Objekte pro Jahr teilt, erhält die realistischen Kosten pro Rundgang. Bei wenigen Objekten ist dieser Wert hoch, bei vielen sinkt er deutlich.
Kamera mieten: Eine Zwischenlösung mit Grenzen
Mieten vermeidet die hohe Anfangsinvestition und eignet sich für einzelne Projekte, bei denen Sie die Aufnahme bewusst selbst machen wollen. Beachten Sie dabei:
- Die Verfügbarkeit hängt vom Verleiher ab, gerade in Hochphasen kann das Gerät belegt sein.
- Für die Plattform brauchen Sie weiterhin einen eigenen Zugang, damit der Rundgang hochgeladen und veröffentlicht werden kann.
- Die Einarbeitung fällt bei jedem neuen Projekt wieder an, wenn zwischen den Einsätzen Wochen liegen.
- Beschädigungen und Verlust sind über Kaution oder Versicherung abgedeckt, das sollten Sie vorab klären.
Mieten ist damit ein sinnvolles Experiment, aber selten die günstigste Dauerlösung.
Rundgang beauftragen: Wann sich das lohnt
Wer einen Dienstleister beauftragt, zahlt pro Objekt und hat keine Fixkosten für Gerät oder Abo. Hinzu kommt Erfahrung bei Sonderfällen: verwinkelte Grundrisse, große Gewerbeflächen, Außenbereiche, Dachgeschosse mit Schrägen oder Räume mit viel Glas. Typische Gründe für die Beauftragung:
- Sie benötigen einen oder wenige Rundgänge pro Jahr.
- Das Objekt ist groß oder komplex.
- Sie möchten Rundgang, Fotos und Grundriss aus einer Hand.
- Ihnen fehlt die Zeit für Aufnahme und Nachbereitung.
Bei FotoEstate beginnen Matterport-Rundgänge ab 199 €. Der Endpreis hängt von Fläche, Zahl der Räume und gewünschten Zusatzleistungen ab. Eine Übersicht der Einstiegspreise finden Sie auf der Preisseite, die Faktoren im Detail im Beitrag Was kostet ein Matterport-Rundgang?.
Entscheidungshilfe: Kaufen, mieten oder beauftragen?
Die folgende Orientierung ersetzt keine Kalkulation, hilft aber bei der ersten Einordnung:
| Situation | Sinnvolle Wahl |
|---|---|
| Ein bis wenige Objekte pro Jahr | Beauftragen |
| Einmaliges Projekt, Sie wollen selbst aufnehmen | Mieten |
| Regelmäßig viele Objekte, eigenes Team für Nachbereitung | Kaufen, nach eigener Kalkulation |
| Große oder komplexe Objekte, hohe Qualitätsanforderung | Beauftragen |
| Schneller Test, ob virtuelle Rundgänge zu Ihrem Geschäft passen | Beauftragen oder Mieten |
Der Wendepunkt liegt individuell. Rechnen Sie Ihre Fixkosten pro Jahr (Gerät, Abo, Zubehör) und Ihre Zeit pro Objekt zusammen und vergleichen Sie das Ergebnis mit einem Angebot. Erst dann ist die Entscheidung belastbar.
Gibt es günstigere Alternativen zu Matterport?
Ja, abhängig vom Anspruch. Eine Auswahl der Wege:
- 360-Grad-Kamera mit Tour-Software: Preisgünstiger in der Anschaffung, liefert Panoramen statt eines dreidimensionalen Abbilds. Für viele Fälle genügt das, für Maße und Grundriss weniger. Den Vergleich der Ansätze beschreiben wir in 360-Grad-Fotografie und Matterport im Vergleich.
- Smartphone-Aufnahme: Möglich und für erste Tests sinnvoll, mit Einschränkungen bei Qualität und Anschlussfähigkeit. Mehr dazu im Beitrag zum virtuellen Rundgang selbst erstellen.
- Kostenlose oder sehr günstige Einstiegstarife: Einige Anbieter, auch Matterport selbst, bieten abgespeckte Einstiegsangebote an. Der Funktionsumfang ist begrenzt. Prüfen Sie vor der Nutzung die aktuellen Bedingungen des Anbieters.
Eine wirklich vollwertige kostenlose Alternative gibt es für professionelle Immobilienrundgänge nicht. Entweder zahlen Sie mit Geld oder mit Zeit und Abstrichen bei der Qualität.
Worauf Sie beim Dienstleister achten sollten
Wenn Sie beauftragen, klären Sie vorab:
- Leistungsumfang: Sind Nachbearbeitung, Etiketten und Startpunkt enthalten?
- Hosting: Wer hält den Rundgang online, und wie lange?
- Nutzungsrechte: Dürfen Sie den Rundgang auf Portalen, Website und in Social Media einsetzen?
- Ablauf vor Ort: Was müssen Sie vorbereiten? Die Checkliste vor dem 3D-Scan hilft dabei.
- Zusatzleistungen: Grundriss, Flächenberechnung, Fotos oder Drohnenbilder, wenn Sie diese ohnehin brauchen.
Ein Rechenbeispiel ohne feste Zahlen
Um die Entscheidung greifbar zu machen, hilft eine einfache Struktur. Nehmen Sie die jährlichen Fixkosten für Gerät (verteilt auf die geplante Nutzungsdauer), Abo und Zubehör und addieren Sie die Arbeitszeit für Anfahrt, Aufnahme und Nachbereitung, multipliziert mit Ihrem internen Stundensatz. Teilen Sie die Summe durch die Zahl der Objekte, die Sie realistisch pro Jahr aufnehmen. Das Ergebnis sind Ihre echten Kosten pro Rundgang.
Setzen Sie dieses Ergebnis neben ein Angebot. Liegt es deutlich darüber, spricht das für die Beauftragung. Liegt es darunter, bleibt die Frage, ob Sie die Qualität und die Verlässlichkeit bei Terminen und Sonderfällen selbst sicherstellen können. Planen Sie außerdem einen Puffer für Ausfälle ein: Defekte Akkus, Updates oder Fehlaufnahmen kosten Zeit, die Sie bei einem Dienstleister nicht tragen.
Ein weiterer Punkt wird oft übersehen: die Auslastung. Ein Gerät, das nur wenige Male im Jahr genutzt wird, veraltet, ohne sich zu amortisieren. Wer dagegen jede Woche ein bis zwei Objekte aufnimmt, sammelt Routine, und die Kosten pro Rundgang sinken. Genau an dieser Schwelle sollten Sie Ihre Entscheidung festmachen, nicht an der Frage, ob die Technik reizvoll ist.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Kauf einer Matterport-Kamera für einen Makler?
Das hängt von der Zahl der Objekte und der Zeit ab, die Sie für Aufnahme und Nachbereitung aufbringen können. Bei wenigen Objekten pro Jahr ist die Beauftragung meist wirtschaftlicher. Bei hohem Volumen kann sich ein eigenes Gerät rechnen, wenn Sie Fixkosten und Arbeitszeit ehrlich einrechnen.
Kann ich eine Matterport-Kamera mieten?
Ja, es gibt Verleihangebote. Sie sollten Verfügbarkeit, Kaution, Versicherung und die Frage klären, über welchen Plattformzugang der Rundgang später veröffentlicht wird.
Gibt es ein kostenloses Matterport?
Der Hersteller bietet Einstiegstarife mit eingeschränktem Umfang an. Für den gewerblichen Einsatz bei mehreren Objekten sind diese in der Regel zu klein. Aktuelle Bedingungen finden Sie direkt beim Anbieter.
Brauche ich für Matterport zwingend die eigene Kamera?
Nein. Aufnahmen sind auch mit kompatiblen 360-Grad-Kameras oder Smartphones möglich, die Qualität ist aber geräteabhängig. Für verlässliche Maße und große Objekte ist eine professionelle Kamera die bessere Wahl.
Was kostet ein Matterport-Rundgang bei FotoEstate?
Matterport-Rundgänge beginnen ab 199 €. Der konkrete Preis richtet sich nach Größe und Umfang des Objekts.
Nächster Schritt
Sie wissen noch nicht, ob sich ein eigenes Gerät für Sie lohnt? Schildern Sie uns Ihr Objekt oder Ihr Jahresvolumen, wir nennen Ihnen ein konkretes Angebot als Vergleichswert. Nutzen Sie dafür das Kontaktformular oder werfen Sie vorab einen Blick auf die Preise.
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