Herrschaftliche Gründerzeitbauten im Paulusviertel und Villen in Giebichenstein bringen für Ankauf und Sanierung andere Fragen mit als moderne Wohnprojekte. Wo historische Gebäude über längere Zeit verändert wurden, reichen vorhandene Zeichnungen möglicherweise nicht aus, um den heutigen Zustand sicher zu verstehen. Wandverläufe, Raumhöhen und Geschossbezüge müssen dann am Bestand geprüft werden. 3D-Laserscanning schafft dafür eine räumliche Datengrundlage. Statt einzelne Maße isoliert zu notieren, werden sichtbare Oberflächen in ihrem Zusammenhang erfasst. Das hilft Eigentümern und Planern in Halle (Saale), Bestandsinformationen für einen Umbau zu ordnen und die nächsten Planungsschritte auf nachvollziehbare Geometrien zu stützen.
Wir übernehmen den Einsatz vor Ort in Halle (Saale) und klären vorab den benötigten Erfassungsumfang. Dazu gehören die zugänglichen Geschosse, relevante Nebenräume und die Frage, welche Planunterlagen später entstehen sollen. Während des Aufmaßes erfassen mehrere Scanpositionen die sichtbaren Raumoberflächen; daraus wird eine zusammengeführte Punktwolke aufgebaut. Das millimetergenaue Aufmaß erfordert passende Aufnahmebedingungen: Sichtverbindungen, Oberflächen und Zugänglichkeit beeinflussen die erreichbare Genauigkeit. Verdeckte Bauteile bleiben verdeckt. Deshalb stimmen wir die erforderliche Genauigkeit und mögliche Erfassungslücken objektbezogen ab. Ein möblierter Altbau verlangt dabei eine andere Vorbereitung als eine weitgehend freie Gewerbefläche mit offen einsehbaren Wand- und Deckenbereichen.
Aus der Punktwolke können je nach vereinbartem Leistungsumfang Bestandspläne und CAD-Grundlagen abgeleitet werden. Bei einer Sanierung in der Südstadt lassen sich damit etwa vorhandene Raumgeometrien dokumentieren und Anschlüsse zwischen Bereichen nachvollziehen. Für Gewerbeobjekte unterstützt die Erfassung die Bestandsaufnahme vor einer Nutzungsänderung oder einem Ankauf. 3D-Vermessung und Laserscanning bieten wir ab 499 € an. Entscheidend für die weitere Verwendung ist, Ausgabeformate, Detaillierung und benötigte Schnitte vor der Aufnahme festzulegen. Die geometrische Dokumentation ersetzt weder eine Untersuchung der Bausubstanz noch eine technische Bewertung von Schäden; sie liefert die räumliche Grundlage, auf der entsprechende Fachprüfungen und Planungen aufbauen können.