Die Herausforderung
Das Klinikzentrum Husum stand nach der Anmietung eines weitläufigen, dreistöckigen Wohn- und Geschäftshauses im Zentrum der nordfriesischen Stadt Husum vor einer massiven organisatorischen und logistischen Herausforderung. Das Gebäude sollte zu einem zentralen ambulanten Diagnose- und Therapiezentrum umgebaut werden, um die medizinische Versorgung der Region und der zahlreichen Feriengäste an der Nordseeküste zu sichern. Das ausgewählte Objekt wies jedoch eine komplexe, historisch gewachsene Baustruktur auf. Durch nachträgliche Erweiterungen, Brandschutzunterteilungen und verschiedene Erschließungswege war im Inneren ein unübersichtliches Labyrinth aus Fluren, Zwischenebenen und zwei separaten Aufzugsschächten entstanden. Täglich strömten hunderte Patienten in das Gebäude, von denen viele ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder auswärtige Urlauber waren, die sich in Husum überhaupt nicht auskannten. Die Orientierungslosigkeit führte zu erheblichen Störungen im Praxisablauf: Patienten kamen zu spät zu ihren Behandlungen, Ärzte und Therapeuten mussten wertvolle Behandlungszeit mit Warten verbringen, und die Gänge vor den Sprechzimmern waren permanent überfüllt. Das Personal an der zentralen Informationstheke im Eingangsbereich war chronisch überlastet, da es ununterbrochen Wegbeschreibungen geben musste. Herkömmliche gedruckte Schilder und Hinweistafeln stießen schnell an ihre Grenzen, da sich Belegungen und Zuständigkeiten der Behandlungsräume in der Eröffnungsphase kontinuierlich änderten. Jede Änderung hätte eine kostspielige Neuanfertigung physischer Schilder erfordert. Die Unzufriedenheit wuchs, was die erfolgreiche Vermarktung und Auslastung der noch freien Praxisflächen an Kooperationsärzte erheblich blockierte.


