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Scan-Aufwand-Rechner

Wie aufwendig ist die 3D-Erfassung meines Gebäudes? Dieser Rechner schätzt anhand von Fläche und Komplexität, wie viele Scanpositionen nötig sind und wie viel Zeit vor Ort realistisch einzuplanen ist.

Geschätzte Scanpositionen
~14
Geschätzte Zeit vor Ort
1.11.5 h

Ein Planungsrichtwert. Spiegelnde Oberflächen, enge Bereiche und geforderte Detailtiefe können die Zahl der Positionen erhöhen. Planen Sie stets einen kleinen Puffer für Kontrollen vor Ort ein.

Warum die Zahl der Scanpositionen entscheidend ist

Die Qualität einer 3D-Erfassung steht und fällt mit ausreichend vielen, gut gewählten Standpunkten. Jede Position schließt Abschattungen hinter Säulen, Möbeln oder in Nischen. Zu wenige Standpunkte führen zu Löchern in der Punktwolke, die später nur mit einem teuren Nachtermin zu beheben sind. Der Rechner leitet aus Fläche und Komplexität eine grobe Zahl ab – als Planungshilfe, nicht als starre Vorgabe.

Was die Komplexität ausmacht

Offene, aufgeräumte Räume lassen sich mit wenigen Positionen pro Quadratmeter erfassen. Viele kleine Räume, verwinkelte Grundrisse, Treppen, Glasflächen und ein hoher geforderter Detailgrad erhöhen den Aufwand deutlich. Auch spiegelnde oder dunkle Oberflächen kosten zusätzliche Standpunkte, weil sie aus mehreren Winkeln erfasst werden müssen. Wählen Sie im Zweifel die höhere Komplexitätsstufe, um nicht zu knapp zu planen.

So planen Sie den Termin richtig

Rechnen Sie zur reinen Scanzeit immer einen Puffer für Auf- und Abbau sowie für eine kurze Kontrolle der Aufnahmen vor Ort ein. Diese fünf Minuten Disziplin am Ende jedes Termins ersparen die meisten Nacharbeiten. Für eine verbindliche Aufwands- und Kostenplanung genügt uns eine kurze Beschreibung Ihres Objekts – daraus leiten wir einen konkreten Ablauf ab.

Woraus sich der Zeitbedarf zusammensetzt

Die reine Erfassung ist selten der größte Block. Hinzu kommen An- und Abfahrt, das Einrichten vor Ort, Wartezeiten bei genutzten Objekten sowie die Nachbearbeitung, die je nach Anspruch zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen liegt. Der Rechner bildet den Vor-Ort-Anteil ab; für die Gesamtdauer bis zur Auslieferung rechnen Sie erfahrungsgemäß zwei bis fünf Werktage hinzu.

Was Sie vorbereiten können

Der wirksamste Hebel liegt bei Ihnen: aufgeräumte Räume, freie Sichtachsen, alle Türen geöffnet, Licht eingeschaltet und Zugang zu sämtlichen Bereichen einschließlich Technikräumen und Nebenflächen. Objekte, die in diesem Zustand übergeben werden, sind regelmäßig ein Drittel schneller erfasst als solche, bei denen vor Ort noch geräumt oder geöffnet werden muss.

Wann mehrere Termine sinnvoller sind

Bei Bauvorhaben ist ein einzelner Termin fast nie die richtige Antwort. Sinnvoll ist eine Staffelung entlang des Bauablaufs – insbesondere vor dem Verschließen der Wände, wenn die Haustechnik noch sichtbar ist. Auch bei genutzten Gewerbeobjekten ist die Aufteilung auf mehrere kürzere Termine oft praktikabler als ein langer, der den Betrieb blockiert.

Wie viele Standpunkte ein Objekt tatsächlich braucht

Die Zahl der Aufnahmestandpunkte ist der eigentliche Treiber des Aufwands. Als grober Anhalt gilt ein Standpunkt je zwei bis vier Meter Wegstrecke, dazu je einer pro Raum, pro Türdurchgang und pro Ebenenwechsel. Verwinkelte Grundrisse, Flure mit Abzweigungen und Treppenhäuser erhöhen die Zahl überproportional, weil an jeder Sichtunterbrechung ein zusätzlicher Punkt nötig ist. Wer die Standpunkte spart, erhält ein Modell mit Sprüngen, in dem sich Betrachter verlieren – der häufigste Grund für Nachbesserungen.

Besonderheiten bei genutzten Objekten

In bewohnten Wohnungen, laufenden Betrieben und Praxen kommt zur reinen Erfassung ein Koordinationsaufwand hinzu, der die Kalkulation stärker beeinflusst als die Fläche. Personen dürfen nicht erkennbar aufgenommen werden, sensible Bereiche sind auszusparen, und Aufnahmen finden häufig in Randzeiten statt. Bei Praxen und Kanzleien kommt der Datenschutz hinzu: Unterlagen, Bildschirme und Namensschilder gehören vor der Erfassung außer Sicht. Planen Sie dafür eine Vorbesprechung ein, sie spart am Aufnahmetag mehr Zeit, als sie kostet.

Der Unterschied zwischen Erfassung und Ergebnis

Der Rechner schätzt den Aufwand vor Ort. Die Zeit bis zum nutzbaren Ergebnis hängt zusätzlich davon ab, was daraus entstehen soll. Ein reiner Rundgang ist nach der automatischen Verarbeitung meist innerhalb eines Tages verfügbar. Abgeleitete Ergebnisse – Bestandspläne, Flächenberechnungen nach Norm, BIM-taugliche Modelle – erfordern manuelle Arbeit und liegen je nach Umfang bei mehreren Tagen bis Wochen. Diese Erwartung sollte vor der Beauftragung geklärt sein, weil sie den Zeitplan im Projekt bestimmt.

Aufwand bei Außenbereichen und Sonderflächen

Außenanlagen, Höfe, Tiefgaragen und Dachflächen folgen anderen Regeln als Innenräume. Im Freien fehlen die Wände als Bezugspunkte, was mehr Standpunkte erfordert; direkte Sonneneinstrahlung und wechselnde Lichtverhältnisse erschweren zusätzlich die einheitliche Darstellung. Tiefgaragen sind wegen gleichförmiger Strukturen und schlechter Beleuchtung ebenfalls aufwendiger als ihre Fläche vermuten lässt. Planen Sie für solche Bereiche etwa das Anderthalbfache der Zeit ein, die eine vergleichbare Innenfläche benötigt.

Mehrere Objekte an einem Tag

Bei Portfolios lohnt die Bündelung mehrerer Objekte in eine Tour. Entscheidend ist dabei nicht die Entfernung zwischen den Objekten, sondern die Übergabelogistik: Wer die Schlüssel wann und wo bereitstellt, bestimmt, ob drei oder fünf Objekte an einem Tag möglich sind. Bewährt hat sich, alle Schlüssel vorab an einem Ort zu sammeln und feste Zeitfenster je Objekt zu vereinbaren. Ohne diese Vorbereitung schrumpft die Tagesleistung erfahrungsgemäß um die Hälfte, ohne dass an der Erfassung selbst etwas anders wäre.

Nachbearbeitung realistisch einschätzen

Die automatische Verarbeitung eines Rundgangs erfolgt binnen Stunden. Alles darüber hinaus ist Handarbeit: das Entfernen von Bildstörungen, die Beschriftung von Räumen, das Setzen von Informationspunkten, die Erstellung eines Grundrisses und die Ableitung von Plänen oder Flächenberechnungen. Bei einem Standardobjekt für die Vermarktung bewegt sich das im Bereich weniger Stunden, bei einem Bestandsgebäude mit abgeleiteten Plänen schnell im Bereich mehrerer Tage. Diese Spanne sollte im Angebot benannt sein, nicht als Sammelposten verschwinden.

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